creole südwest 2017
creole

Erstmals wird mit creole - Globale Musik aus Deutschland im November 2017 in Hannover ein dreitägiges Festival veranstaltet, dessen Ziel es weniger ist, Sieger zu küren, sondern Vielfalt zu präsentieren. 14 Bands werden auf zwei Bühnen das gesamte Spektrum der globalen Musik aus Deutschland präsentieren und sich um Preise bewerben:

Ausgelobt werden ein Integrationspreis für das beste transkulturelle Projekt, ein Publikumspreis, ein Preis für die musikalische Vielfalt und ein Festivalpreis.
Der Festivalpreis wird an zwei Bands vergeben und ermöglicht im nächsten Jahr Auftritte auf dem Masala-Festival in Hannover, dem Bardentreffen in Nürnberg und dem Rudolstadt-Festival. Gleich drei Auftritte bei renommierten deutschen Festivals sind im Sinne der Nachhaltigkeit ein sehr lukratives Angebot für die Künstler.

Bewerben können sich bis zum 15.07.2017 – altersunabhängig – Bands und Gruppen aus Baden-Württemberg, Reinland-Pfalz und dem Saarland, die sich in ihrer Musik der Grenzüberschreitung, transkulturellen Verknüpfung und interkulturellen Begegnung widmen. Alle weiteren Teilnahmebedingungen und die Bewerbungsunterlagen können hier herunter geladen werden:

- Ausschreibung
- Bewerbungsunterlagen

Weitere Informationen unter www.creole-suedwest.de

creole2day

Informationen zur Konferenz creole2day finden Sie hier.


creole südwest 2013


 

 

Volxtanz und Pari San Gewinner des creole südwest
Bands aus Stuttgart und Freiburg entscheiden südwestdeutschen Weltmusikwettbewerb für sich.
Globale Musik aus Südwestdeutschland begeistert Publikum durch Vielfalt im gutbesuchten Kulturzentrum Tollhaus in Karlsruhe

Die Gruppen Volxtanz aus Stuttgart und Pari San aus Freiburg sind die Gewinner des creole südwest Wettbewerbs 2013 für globale Musik aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Die von einer Fachjury beim zweitägigen Konzertfinale im Karlsruher Kulturzentrum Tollhaus ermittelten Gewinner sind damit für das Bundesfinale im Mai 2014 in Hannover nominiert. In einem höchst abwechslungsreichen Konzertreigen begeisterten zehn Bands aus dem deutschen Südwesten am Wochenende das Publikum, das den finno-ugrischen Gesängen der Formation Kallaton aus Tübingen ebenso gebannt lauschte wie dem deutsche Volksmusik mit Jazz verbindenden Stubenjazz vom Bodensee oder dem türkischen Tango der Diamond Dogs aus Mannheim. Einen äußerst differ- enzierten und intensiven Auftritt mit ihren von skandinavischem Folk und Jazz angehauchten Songs absolvierte die Karlsruherin Liv mit ihrer Band, während Indrajala aus Partenheim indische Ragas mit jazzigem Funk verschmolzen und die Ludwigshafener Gruppe Meltem melancholische Lieder Anatoliens in westlichen Klangfarben präsentierte. Alleine der Gewinnerband Volxtanz blieb es zum Abschluss des Wettbewerbs vorbehalten, das Publikum von den Stühlen zu reißen. „Eine Band, bei der höchstes technisches Kön- nen und spielerische Präzision einhergehen mit unglaublicher Energie und mitreißendem Groove. Volxtanz holt aus der eigentlich überschaubaren Besetzung einer fünfköpfigen Brassband ein Maximum an Stimmungen heraus, denn auch wenn es fast immer Vollgas Richtung Party geht, wird die Dynamik von fetter Lautstärke und spannungssteigerndem Piano voll ausgenutzt“, begrün- dete die Jury die Preisvergabe an die Stuttgarter. „Pari San steht für gelebte kulturelle Vielfalt in einem spannenden dialogischen Elektro-Projekt“, heißt es in der mit einem Preisgeld von 2000 Euro verbundenen Lobrede auf das Freiburger Duo, in dem der Beatboxer Paul Brenning auf die aus Persien stammende Sängerin Parissa Eskandari trifft. Dem außergewöhnlichen Duo gelinge es eine globale Musik abseits ausgetretener Pfade zu machen und persischen Gesang und elektronische Breakbeats in spannenden Schichtungen voller Kreativtiät und Originalität einzusetzen. Mitglieder der Jury waren der Leiter der SWR2-Jazzredaktion Günther Huesmann, Teneka Beckers, die Leiterin des Kulturzentrum Tufa in Trier, der Musiker Zaza Miminoshvili, der als Mitglied der Gruppe The Shin 2009 creole Bundessieger geworden war, Andreas Jüttner, Kulturredakteur der Badischen Neuesten Nachrichten, sowie die Kulturmanagerin Franziska Stollberg, die den creole-Regionalwettbewerb Mitteldeutschland mitorganisierte. Alle zwei Jahre findet bundesweit der creole - globale Musik aus Deutschland-Wettbewerb statt. Er widmet sich sich der musikalischen Grenz-, Traditions- und Stilüberschreitung, die sich durch das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Tradition in einer Gesellschaft ergeben.

Getragen wird creole südwest von einem Trägerkreis, dem das Forum der Kulturen Stuttgart e.V., die Kulturämter der Städte Freiburg und Mannheim, Kultur Rhein-Neckar.e.V. sowie das Karlsruher Kulturzentrum Tollhaus angehören. Gefördert wurde der unter der Schirmherrschaft der deutschen UNESCO-Kommision stehende südwestdeutsche Regionalwettbewerb von den Ländern Rhein- land-Pfalz und Baden-Württemberg sowie der Stadt Karlsruhe. Die mit 500 Euro dotierten Publikumspreise gingen an die Gruppe Liv aus Karlsruhe sowie Volxtanz.

Die Begründungen der Jury:

Volxtanz: Eine Band, bei der höchstes technisches Können und spielerische Präzision einhergehen mit unglaublicher Energie und mitreißendem Groove. Volxtanz holt aus der eigentlich überschaubaren Besetzung einer fünfköpfigen Brassband ein Maximum an Stimmungen heraus, denn auch wenn es fast immer Vollgas Richtung Party geht, wird die Dynamik von fetter Lautstärke und span- nungssteigerndem Piano voll ausgenutzt. Rap und Soundeffekte werden völlig organisch integriert, und vor allem: Jeder der Musiker ist zwar ein Meister auf seinem Instrument, aber keiner spielt für sich allein, sondern vermittelt immer das Gefühl, stets zu wissen, was die anderen machen - und auch daran seinen Spaß zu haben. Was heißt hier Spaß: Volxtanz ist die reine Freude.

Pari San: diese Freiburger Band steht für gelebte kulturelle Vielfalt in einem spannenden dialogischen Elektro-Projekt. Dem außergewöhnlichen Duo gelingt es eine globale Musik abseits ausgetretener Pfade zu machen, persischen Gesang und elek- tronische Breakbeats in spannenden Schichtungen voller Kreativtiät und Originalität einzusetzen. Beeindruckt haben die Jury auch die Gleichwertigkeit mit der die beiden Akteure ihre Perfomance umsetzen. Überzeugend konnten auch die engagierten Texte der Sängerin Parissa Eskandari, die in ihren Songs Gender-Themen ebenso kreativ streift wie Fragen nach kulturellen Spannungen und Toleranz.

Generelles zu creole:

Zum vierten Mal wird 2013/2014 creole, der einzigartige bundesweite Wettbewerb für Globale Musik aus Deutschland ausgetragen. Die Preisträger der bundesweit sieben Regionalausscheide qualifizieren sich für das Bundesfinale »creole – Globale Musik aus Deutschland«, das im Mai 2014 im Pavillon in Hannover stattfindet.
Die Auswahl für das creole südwest-Finale trafen Etienne Emard, der Geschäftsführer des Landesmusikrats Rheinland-Pfalz, die Kulturmanagerin Susanne Göhner und der Musiker und Weltmusikorganisator Rüdiger Oppermann.

Die Ausrichtung des Karlsruher Regionalwettbewerbs wird von den Mitgliedern des Trägerkreises creole südwest getragen, zu dem sich das Forum der Kulturen Stuttgart e.V., das Kulturamt der Stadt Mannheim, der Verein Kultur Rhein-Neckar Ludwigshafen, das Kulturamt der Stadt Freiburg und das Kulturzentrum TOLLHAUS e.V. Karlsruhe zusammengeschlossen haben. Sie ermöglichen mit ihrer Kooperationsarbeit ein starkes Netzwerk für die Globale-Musik-Szene in Südwestdeutschland, aus der mit Äl Jawala und The Shin bereits zwei creole-Bundessieger hervorgingen.

 

Trägerkreis creole südwest:
Forum der Kulturen Stuttgart e.V., Kulturamt Stadt Mannheim, Kultur Rhein-Neckar e.V., Kulturamt Stadt Freiburg, Tollhaus Karlsruhe e.V.

Projektbüro creole südwest 2013
Kulturzentrum TOLLHAUS
Alter Schlachthof 35
76131 Karlsruhe
www.tollhaus.de
www.creole-weltmusik.de
creole@tollhaus.de

Sebastian Bau (Ansprechpartner für Bands), Tel: 0721 96 405 16
Johannes Frisch, (Presse) Tel: 0721 96 405 15, johannes.frisch@tollhaus.de
Bernd Belschner, Tel: 0721 96 405 0

Ansprechpartner für Gruppen aus Rheinland-Pfalz:
Eleonore Hefner, Tel: 0621 52 96 602 info@KulturRheinNeckar.de

creole ist ein Projekt unter der Schirmherschaft der Deutschen UNESCO Kommission.
Gefördert vom Kulturamt der Stadt Karlsruhe, Land Baden-Württemberg, Kultursommer Rheinland-Pfalz.