Sonntag 12.11.2017 20:00

THE NAGHASH ENSEMBLE OF ARMENIA

"Songs of Exile"

THE NAGHASH ENSEMBLE OF ARMENIA

Vorverkauf: : 20,80
Abendkasse: 22,00
Mitglieder: 16,50
freie Platzwahl


Die Musik des amerikanisch-armenischen Komponisten John Hodian vereint volkstümliche armenische Klänge mit Neuer Klassik, Postminimalismus und unbändiger Jazzenergie. Ausgehend von mittelalterlichen armenischen Gedichten erschaffen das armenische Naghash Ensemble mit drei armenischen Sängerinnen und Instrumentalisten an Duduk, Oud, Dhol und Flügel eine unvergleichliche Musik, die fremd und zugleich vertraut klingt, irdisch und wie nicht von dieser Welt.

Im 15. Jahrhundert verfasst der armenische Priester Mkrtich Naghash bewegende Gedichte über das Leben im Exil und die Beziehung des Menschen zu Gott. Über fünf Jahrhunderte später stieß John Hodian auf ein Fragment dieser Texte und wusste sofort, das er gefunden hatte, was er lange suchte. Als Nachkomme von Überlebenden des Genozids an den Armeniern 1915 liest er in Naghashs Texten auch seine eigene Heimatlosigkeit. Mit der Stimme der armenischen Sängerin Hasmik Baghdasaryan im Ohr begann er, die ersten Stücke zu komponieren. In seiner Musik treffen formale Klavierelemente auf erdige Klänge der armenischen Volksinstrumente Duduk, Oud und Dhol. Um diese Kompositionen aufzuführen, gründet sich 2010 das Naghash Ensemble – mit Hodian und einigen der besten Sängerinnen und Instrumentalisten Armeniens. 2014 erschien die erste CD, es folgen Touren in Deutschland, Belgien, Italien, Frankreich und der Schweiz. Die zweite CD »Songs of Exile, Volume II: Credos and Convictions« schlägt nun inhaltlich und musikalisch neue Wege ein. In den Texten geht es nicht mehr ausschließlich um Exil und Erlösung, vielmehr sind es lyrische Predigten, Warnungen, Ratschläge und sogar eine Ode auf Liebe und Heirat. Und auch die musikalische Vielfalt ist größer geworden. Die neuen Stücke sind rhythmischer, farbiger – die Duduk wechselt sich ab mit der volkstümlicheren Zurna, die Dhol zuweilen mit der Darbuka. Perkussion und die lautenähnliche Oud sind zu den treibenden Kräften des Ensembles geworden. Tief in der armenischen Kultur verankert geht Hodians Musik zugleich weit darüber hinaus. "Es ist, als würde man mit dem musikalischen Welterbe des 21. Jahrhunderts auf die armenische Musik schauen und sie dann neu erfinden",begeistert sich Sopranistin Hasmik Baghdasaryan.

 


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