Donnerstag 14.06.2018 20:00

ZOOPHOBIA

Die Absolventenshow der Staatlichen Artistenschule Berlin

ZOOPHOBIA

Vorverkauf: : 18,60
Abendkasse: 20,00
Mitglieder: 14,50
Saal 2, bestuhlt - freie Platzwahl


Eine tierische Show und eine artistische Fabel mit fabelhafter Artistik verspricht die vom Schweizer Regisseur Philipp Boë inszenierte Absolventenshow der Staatlichen Artistenschule Berlin. Denn das haben sich die zehn jungen Artistinnen eigentlich anders vorgestellt. Plötzlich tauchen Tiere auf, mitten auf der Bühne ihrer Artistik-Show. Was wollen die hier? Sind es etwa entlaufene Zirkustiere? Zuerst nur hier und da, vereinzelt und scheu, sind sie später immer frecher und selbstbewusster, diese Viecher, die offenbar von überall her kommen: Ein Zebra, ein Nilpferd, eine Ente… Bald wird klar, dass sich da Menschen in Tiere verwandeln, mehr und immer mehr. So menschelt es bald gewaltig in der Tierwelt. Die grazile Giraffe wird vom Kakadu gemobbt, der Gepard verträgt sich saugut mit dem Papagei und die Eule ist dem Lemuren spinnefeind – kurzum: ein ziemliches Affen-, äh, Menschentheater. Was macht den Menschen als Menschen aus? Ist der homo circensis vielleicht doch nur ein nackter Affe, der das Turnen nicht verlernt hat? Und so werden die Artistik-Acts zu berührenden Reisen ins Innere der ArtistInnen: Die Akrobatik als Suche nach der eigenen Identität, die vielleicht zum wahren Ich führt. Zoophobia verbindet elegante und kraftvolle Artistik mit absurden Bildern und komischen Choreografien. Dabei halten uns ausgerechnet die Tiere einen Spiegel vor und streifen immer mal wieder Themen wie Anonymität, Individualität, die Angst vor der Veränderung und dem Fremden, denn hinter der nächsten Ecke lauert bestimmt schon wieder eine Phobie!
Der 1971 geborene Philipp Boë hat sich als Darsteller und Regisseur auf spartenübergreifende, oft non-verbale Bühnenproduktionen spezialisiert. In seinem Bestreben nach innovativem Schaffen verbindet er verschiedene Ausdrucksformen zu Aufführungen, die sich durch eine stark visuelle Sprache und ein körperbetontes Spiel auszeichnen.


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