Donnerstag, 18.11.2010, 20:00 Uhr

KLANGWELTEN 2010

mit Ayarkhaan (Sibirien), dem Lotus Duo (Vietnam), Russudan Meipariani (Georgien), Oganga (Kenia), Jatinder Thakur (Indien) und Rüdiger Oppermann (Deutschland)

KLANGWELTEN 2010

Deutschlands ältestes und nachhaltigstes Weltmusik-Tourneeprogramm spannt in seinem 24. Jahrgang einen weiten Bogen der Klänge:  Die musikalische Expedition durch sechs Kulturen führt von den archaischen Urklängen sibirischer Schamaninnen über tänzerische afrikanische Leier-Grooves und neue Klänge aus Georgien bis hin zu seidigen Klängen aus Vietnam und in die funkelnden Klangwelt des Harfenmeisters Oppermann. Alle Musikerinnen präsentieren ihren Stil in Reinform, begeben sich aber auch auf einen Pfad des Dialogs. Ein Dialog, dessen Ergebnis man erhoffen, aber nur schwer voraussehen kann: Maultrommelsequenzen über indischen Rhythmen, Blues auf der Harfe, afrikanische Leier und indische Trommelsequenzen oder georgische-deutsche Minimal-Music? Ob das wohl gut geht? Klangwelten scheut nicht das Risiko, und Rüdiger Oppermanns wirds schon richten.

 

Mit dabei ist in diesem Jahr Albina Dagtyareva von der sibirischen Frauen-Formation Ayarkhaan, die den archaischen Stil der Tundra-Gesänge pflegt und mit Maultrommeln bis in abgrundtiefe Tonlagen hinuntersteigen. Darüber strahlen funkelnde Obertonmelodien und magische Beschwörungsgesänge. Die Mondlaute Huh, die ähnlich wie eine Bluesgitarre gespielt wird, die Zither Thran oder das an den Klang der Slide Gitarre erinnernde, einsaitige Dan Bao sind traditionelle vietnamesische Instrumente, die hierzulande bisher nur selten zu erleben waren. Das Lotus Duo aus dem Umkreis der berühmten Musikakademie in Hanoi hat sie im Gepäck. Die Creole-Preisträgerin Russudan Meipariani verbindet traditionelle Gesänge und Melodien ihrer Heimat Georgien mit Kompositionstechniken der Neuen Musik. Mit weitschwingender, tirilierender und improvisierender Stimme erinnern ihre Stücke manchmal an Minimal-Music eines Steve Reich oder Wim Mertens, aber auch Anklänge an kaukasische Archaik, Jazz und impressionistische nordische Volksmusik kommen zu ihrem Recht. Aus einem abgelegenen Dorf in der Nähe des Victoriasee kommt der Luo-Barde Oganga, der zum eindrücklichen Gesang seine Leier Nyatiti sehr rhythmisch anschlägt und mit viel Groove ein exzellentes Beispiel von von afrikanischer Wucht und Bardenkultur gibt. Der Tablameister und Publikumsliebling Jatinder Thakur aus dem Himalaya sowie der deutsche „Drahtzieher der Harfenszene“ und Deutsche Weltmusik-Preisträger Rüdiger Oppermann komplettieren als Gastgeber das diesjährige Line Up des Festivals, das außer viel Musik auch eine Menge Einblick in fremde Kulturen gibt. Wie immer startet Klangwelten auch in diesem Jahr von Karlsruhe aus auf seine mehrwöchige Reise.



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Änderungen vorbehalten

Tickets:

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Vorverkauf: 19.50 €

Abendkasse: 20.00 €

Mitglieder: 15.50 €

bestuhlt, freie Platzwahl


Weblinks:

Webseite Klangwelten


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