Freitag, 11.02.2011, 20:00 Uhr
LISA BASSENGE / JACKIE TERRASSON TRIO
JazzToDay today's jazz - two artists

Ihre samtene Stimme steht wie keine andere für jungen Jazz Made in Germany. Ihr Markenzeichen ist jedoch die ständige Wandlungsfähigkeit und der Mut zum Experiment. So gelingt es Lisa Bassenge, die auch mit den Bands Micatone (seit 1999) und Nylon (seit 2004) erfolgreich unterwegs ist, auf ihrem aktuellen Album „Nur fort“ das Kunststück, außergewöhnliche Pfade zu erschließen und sich gleichzeitig treu zu bleiben. Unbefangen und wie selbstverständlich singt die in Berlin-Zehlendorf aufgewachsene Künstlerin zauberhafte Eigenkompositionen, sowie moderne Klassiker der deutschen Musikgeschichte und das in ihrer Muttersprache - so charmant, cool, relaxed und sophisticated, wie man es bisher noch nicht erlebt hat. „Deutsch ist einfach meine Sprache und es macht Spaß, in ihr zu singen“, so Bassenge. Erst mit der Zeit sei ihr klar geworden, wie viel man auf Deutsch ausdrücken kann. Ihre Musiker Paul Kleber (Bass), Christoph Adams (Klavier / Keyboard / Akkordeon), Christian Kögel (Gitarre) und Rainer Winch (Percussion), danken es ihr mit einer frischen, ungestümen Spielfreude, die deutlich macht, wie perfekt die Band ihres Soloprojekts zusammen gewachsen ist und miteinander harmoniert. Die Musik von Lisa Bassenge handelt vom Weggehen und vom Aufbrechen. Von der Einsamkeit in der Menge und dem Kummer des Nichtzurückgeliebtwerdens. „Nur Fort“ ist beinahe eine Country-Platte geworden, ein urbanes Stück Melancholie mit einem Hauch Spaghetti Western, an dessen Ende tatsächlich in den Sonnenuntergang geritten wird.
Geboren 1965 in Berlin als Sohn einer amerikanischen Raumausstatterin, die einst Miles Davis’ Wohnung neu möbliert hatte, und eines französischen Computerspezialisten, saß Jacky schon mit fünf hinter den Tasten, erhielt in Paris eine klassische Klavierausbildung und studierte Jazz am Berklee Collage of Music in Boston, bevor er ein Jahr lang in den einschlägigen Clubs von Chicago und New York an Jam-Sessions partizipierte. Nach einem Jahr als Begleiter von Betty Carter und dem Gewinn der „Thelonius Monk Competition“ war Jacky Terrasson eine Größe in der Jazzszene, zunächst unter den sogenannten Young Lions, längst aber als etablierter Pianist, begnadeter Jazzimprovisator und Innovator. Mit seinem jüngsten Album „Push“ wagt er sich nun auf neues Terrain, indem er nicht nur neue Klänge, Grooves, Beats und Vibes sondiert, sondern sich nun auch erstmals auch als Vokalist präsentiert. Das aktuelle Line-Up seines Trios komplettieren Ben Williams am Bass und der funky frisierte Jamire Williams an den Drums.
In Zusammenarbeit mit dem Jazzclub Karlsruhe
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