Sonntag, 22.01.2012, 20:00 Uhr

JASPER VAN'T HOF'S PILI PILI

„Ukuba noma Unkungabi“

JASPER VAN'T HOF'S PILI PILI

"Ich wollte mich nach zwanzig Jahren mit Pili Pili nicht wiederholen,"sagt der holländische Keyboarder und World-Jazzmusiker. "Pili Pili ist ja in den 20 Jahren ein Konzept mit afrikanischer Musik und afrikanischen Musikern gewesen, bei dem das Afrikanische auch der Ausgangspunkt war. Das wollte ich jetzt einmal umdrehen." Von einem europäischen musikalischen Gedanken ausgehend lässt Jasper van't Hof nun afrikanische Musiker sich mit europäischen Musikvorstellungen auseinandersetzen und sie auf Streicher aus dem Balkan und eine Saxofonistin aus Amsterdam treffen. Definiert wird der neue Pili Pili-Sound zwar weiterhin von den Keyboards van’t Hofs, aber daneben spielen nun auch die Streicher Vasile Darnea und Anton Peisakhov eine entscheidende Rolle. Mit der jungen Saxofonistin Tineke Postma, die wie eine Komet in der holländischen Jazz-Szene aufgestiegen ist und auch ihr eigenes Quartett betreibt, hat Pili Pili eine Bläserin, die über einen warm singenden Ton verfügt. Dazu setzt Pili Pili rhythmisch ganz auf die Percussion von Dra Diarra, der neben Jasper van’t Hof der einzige Verbliebene aus früheren Tagen ist. Diese vordergründig akustische und kammermusikalisch anmutende Besetzung führt alles andere als dazu, dass Pili Pili nun nicht mehr groovt, dazu steckt im Thema Südafrika einfach zu viel Rhythmus und letztlich ist Jasper van’t Hofs Liebe zu dem Sound Afrikas doch wieder zu groß. Sängerin Tutu bietet mit ihrer Stimme eine weitere afrikanische geprägte Klangfarbe.



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