Freitag, 16.03.2012, 20:30 Uhr
AL ANDALUZ PROJECT
"Abouab Al Andalus"

Drei Stimmen. Drei Kulturen. Drei Religionen. Das tri-nationale Al Andaluz Project um die Sängerinnen Iman Al Kandoussi aus Marokko, Mara Aranda aus Spanien und Sigrid Hausen aus Deutschland entstand durch das Zusammentreffen der deutschen Band „Estampie“ mit den Musikern von „Aman Aman“ und „L'Ham de Foc“, die im November 2005 ein Konzert in München gaben. Ein Jahr danach präsentierte die grenzüberschreitende Formation ihre zeitgemäßen, lebendigen Interpretationen traditioneller jüdisch-sephardischer, arabischer und christlicher Musik und veröffentlichte ihr erstes Album. „Al Andaluz“ ist der Name, mit dem die Menschen zum Ende des 1. Jahrtausends nach Christus die iberische Halbinsel bedachten. Das maurisch regierte Spanien war damals weithin bekannt für Toleranz, Gelehrsamkeit, Wohlstand, Handel und blühendes Kunstschaffen. Menschen muslimischer, jüdischer und christlicher Religion lebten hier miteinander und beeinflussten sich gegenseitig. Am Hof von Kastilien versammelten sich Dichter, Künstler, Musiker; über Konfessionsgrenzen hinweg wurde nach philosophischer, wissenschaftlicher und religiöser Wahrheit gesucht. Vielfalt wurden nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung des Lebens gesehen. Im 11. Jahrhundert war Toledo die intellektuelle Hauptstadt Europas; eine christliche Stadt, in der Arabisch die Sprache der Kultur und Gelehrsamkeit blieb. Von dort erhielt der Rest Europas Zugang zu den Werken der Antike. In der Musik des Al Andaluz Project begegnen sich diese drei bestimmenden Kulturen des Mittelalters nun wieder, präsentiert und geprägt von drei herausragenden Stimmen und zahlreichen mittelalterlichen und mediterranen Instrumenten. Aziz Samsaoui spielt Quanun, Jota Martinez spielt Nyckelharpa und Citola, Michael Popp spielt verschiedene Saiteninstrumente wue Oud, Saz und Tar, Ernst Schwindl verschiedene Tasteninstrumente und Sascha Gotowtschikow Perkussion.
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