Donnerstag, 04.04.2013, 20:00 Uhr

AKKORDEONALE 2013


Mehr oder weniger liebevoll tituliert als „Quetschkommode“, „Schifferklavier“ oder „Schweineorgel“, besitzt das Akkordeon mindestens ebenso viel Charme wie Namen.Das vergleichsweise junge Akkordeon (erfunden 1892) hat sich in einer atemberaubenden Geschwindigkeit über Landes- und Kontinentalgrenzen verbreitet. Und obwohl viele das Instrument lieben, es selbst spielen oder eins auf dem Dachboden stehen haben, wissen die wenigsten Leute von der wilden Karriere und dem weltweiten Einfluss dieser eigenwilligen Wunderkiste. Und so lädt der Niederländer Servais Haanen zum fünften Mal Musiker aus aller Herren Länder, die kulturelle Vielfalt des Akkordeons zu zelebrieren, fernab vom einschlägigen Klischee volkstümelnder Biderkeit. Dieses Jahr führt die musikalische Reise von West-, Ost- und Südeuropa in den nahen und fernen Osten. Einen prallen musikalischen Reichtum bekommt man dabei zu hören: von traditionell bis zeitgenössisch, folkloristisch, exotisch, virtuos und temperamentvoll – das Akkordeon als Füllhorn stilistischer Formen und klanglicher Möglichkeiten.

 


Mit dabei bei der Akkordeonale 2013:


Katerina Lekka: „Bei jedem Atemzug den mein Instrument und ich zusammen machen, wird neue Musik geboren, deswegen ist das Akkordeon meine größte Passion!“ Als 7-jährige begann sie Akkordeon zu spielen und studierte am Konservatorium Klavier, Musiktheorie und Akkordeon. Die Griechin ist in verschieden Ensembles tätig und bei diversen CD- Projekten gern gesehener Gast.


Aziz Ali Elyagutu: „Akkordeon und Garmon sind mein Schicksal und meine Chance...“ Er stammt aus Istanbul und hat auch dort am Staatskonservatorium studiert. Mit vielen Orchestern und Tanzkompanien hat er schon zusammen gearbeitet. Neben seiner Musiker-Tätigkeit schrieb er eine Schule für Garmon, das ist ein eher unbekannter Akkordeontyp.


Ge Zhang: „Wenn ich Akkordeon spiele, würde ich am liebsten die Zeit anhalten um in der Musik zu versinken, wie in einem schönen Traum.“ Seit ihrem sechsten Lebensjahr erlernt sie das Akkordeonspiel an der Peking Capital Normal University und ist mehrfache Gewinnerin bei Akkordeonwettbewerben. In den letzten Jahren hat sie bei Musikaufnahmen für Filme und Serien mitgewirkt. Ihre Ausbildung war westlich geprägt, aber sie beschäftigt sich nun wieder mehr mit der traditionellen, temporären Musik Chinas.


Krzysztof Dobrek: „Ich bin auf der Welt gekommen um Musik zu machen“ Diesen Satz soll der Pole schon mit 4 Jahren gesagt haben und er hat auch nie etwas anderes gemacht, als Akkordeon gespielt. Studiert hat er jedoch Fagott und Klavier. Dann die Einberufung in die Armee, da holte er das Akkordeon wieder vom Dachboden und hat 6 Jahre lang als Straßenmusiker in Wien sein Geld verdient, bis er direkt von der Straße wegengagiert wurde.

Servais Haanen: „Es macht mir einen Riesenspaß, mir jedes Jahr ein neues Programm mit Musikern aus den unterschiedlichsten Ländern auszudenken, mit so einer Bande unterwegs zu sein und ein tolles Konzert auf die Beine zu stellen!“ Der Organisator der Akkordeonale und Arrangeur von deren Ensemblestücken ist bekannt für seine sensiblen und poetischen Kompositionen. Seine frühere Doppelheimat –Klassik und Volksmusik – hat er für Minimal Music und Nachtbar-Jazz hinter sich gelassen. Er ist als Komponist für Musiktheater-Produktionen und beim Dokumentarfilm engagiert und in vielfältige Bandarbeit involviert.

 

Die Begleitmusiker:

Nora Thiele: Sie spielt Rahmentrommel und Darbuka. Die in Berlin lebende Musikerin zählt sowohl traditionelle, als auch experimentelle und klassische Musik zu ihrem Repertoire. Sie ist versierte Workshop- Dozentin und mit verschiedenen Bands auf Tour. Auf ihrem Gebiet als Spezialistin.

Christoph Pfändler: Weil er Lust auf ein außergewöhnliches Instrument hatte, erlernte er Hackbrett. Ein Instrument, das man sowohl melodisch als auch rythmisch spielen kann. Der Schweizer studierte an der Musikhochschule Luzern mit besonderer Vorliebe neue Schweizer Volksmusik, aber entdeckte auch den Heavy Metal für sich und sein Instrument. Er ist Gründungsmitglied der ersten Hackbrett – Metalband.



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Abendkasse: 23,00 €

Mitglieder: 17,50 €

Saal 2, bestuhlt - freie Platzwahl


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