Fast so international wie früher // ZELTIVAL auf dem Weg zur Normalität


Über 11.500 BesucherInnen kamen zu unserem Sommerfestival "Oh wie schön  wär's ZELTIVAL". Das sind rund 3.000 Menschen mehr als im Vorjahr und damit etwa halb so viele wie in Vor-Corona-Zeiten. Bernd Belschner: "Ich bin sehr froh, dass sich unser Sommerprogramm wieder viel mehr wie ein reguläres ZELTIVAL angefühlt hat als im vergangenen Jahr." 45 Veranstaltungen standen von Anfang Juni bis Mitte August auf dem Programm. Die wieder möglich gewordene Mobilität der KünstlerInnen, die teilweise sogar aus Übersee angereist waren, sorgten für das gewohnt internationale Flair. "Gleich 15 Veranstaltungen, die wir vor dem Pandemie-Ausbruch großteils für das ZELTIVAL 2020 geplant hatten, konnten wir in diesem Jahr nachholen und damit zeigen, dass es nun wieder möglich ist, solch ein internationales Festival zu veranstalten“, so Belschner.

Auch in diesem Jahr haben wir uns viel Mühe gemacht, KünstlerInnen und Publikum so viel "kulturelle Normalität“ wie möglich zu bieten. "Ich glaube, dass es schon ziemlich einzigartig ist, was wir hier Abend für Abend für einen Aufwand betreiben, um allen Beteiligten optimale Bedingungen zu bieten", sagte Daniel Geiger, der für die technische Umsetzung des Sommerfestivals verantwortlich ist. "Wir hatten bereits im vergangenen Jahr durch die Pandemieauflagen viel über unsere Räumlichkeiten gelernt und diese neu betrachtet. In diesem Jahr haben wir aus diesen Erfahrungen Lehren gezogen, die bspw. mit der übereck gestellten Bühne auch in die Zukunft des ZELTIVALs weisen könnten." Mit dem über eine breite von 15 Metern geöffneten Saal und  dem angebauten Zeltdach der wettergeschützte Freiluftbedingungen bot, heben wir uns von jedem geschlossenen Raum ab.  Zudem verfügen wir über ein in diesem Jahr umweltfreundlich mit wiederverwendeten Materialien verschönerten Gartengelände. So präsentierten wir alleine 14 Termine der Reihe "Musical Gardening" im TOLLHAUS-Garten mit vorwiegend lokalen KünstlerInnen unterschiedlichster Musikrichtungen. Obwohl das Publikum an diesen Abenden meist kleinere oder größere Regengüsse über sich ergehen lassen musste, war die Stimmung stets bestens, so dass dieses Format die Pandemie überdauern wird.

Die positive Resonanz von Besucher- und KünstlerInnen lohnte den großen Aufwand, der wirtschaftlich durch Corona-Hilfsprogramm und Spenden abgefedert wurde. "Wenn ich mir anschaue, was unter Pandemiebedingungen geplante Großveranstaltungen mit sechs Meter hohen Bühnen und unabdingbaren Großleinwänden Künstlern für ein unwirtliches Gegenüber bieten, kann ich schon verstehen, dass manche wie Helge Schneider so etwas nicht mitmachen können. Umso mehr freut es mich, dass wir bei aller Einhaltung unserer Hygienekonzepte doch eine so familiäre Wohlfühlatmosphäre hinbekommen", sagte Belschner.

Deutlich über 5.000 Euro haben wir seit Mitte Juli für die Opfer der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gesammelt. Wir bedanken uns herzlich hierfür! Dieses Geld soll jetzt dem Wiederaufbau geschädigter kultureller Infrastrukturen zu Gute kommen. Schließlich zeigte sich Bernd Belschner hochzufrieden, dass "Oh wie schön wär's ZELTIVAL" nun zu einem Abschluss gekommen sei, so gewinne man durch eine kurze Sommerpause Zeit, sich auf die ab sofort geltende neue Coronaverordnung einzustellen und ab 10. September erholt wieder mit dem Programm loszulegen.

 

Hier ein paar Konzert-Videos:


 

Unser Rückschauvideo
OH WIE SCHÖN WÄR'S ZELTIVAL 2020

 

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