Mittwoch 17.04.2024 20:00

ANDREAS SCHAERER / KALLE KALIMA

"Evolution"

ANDREAS SCHAERER / KALLE KALIMA

Vorverkauf: : 26,30
Abendkasse: 28,00
Mitglieder: 21,50
kleiner Saal - bestuhlt, freie Platzwahl


Es gibt gute Gründe, warum  Andreas Schaerer zu den interessantesten Gesangskünstlern der Musikszene weltweit gilt. Der Berner ist ein Stimm-Jongleur, der sein Organ in den verschiedensten Lagen und Stilen (vom klassischen Lied- bis zum Crooner- oder Scat-Gesang) erklingen, und damit auch alle denkbaren Geräusche erzeugen und allerlei Instrumente bis hin zum Beatbox-Schlagzeug imitieren und auf spannende Weise polyphon übereinander türmen kann. Er ist darüber hinaus ein glänzender Komponist und Improvisator, der diese Fähigkeiten für die verschiedensten Projekte variabel einsetzen und rhythmisch wie melodisch virtuos gestalten kann. Und er verfügt schließlich in reichem Maße über Bühnen-Charisma und die in der „ernsten Musik“ eher seltene Gabe des Humors, was vor allem bei seiner Paradeband Hildegard Lernt Fliegen zur Geltung kommt.

Für ein neues Projekt hat sich Andreas Schaerer mit dem finnischen Gitarrenexzentriker Kalle Kalima zusammengetan und neu erfunden. Normalerweise gehören hochkomplexer zeitgenössischer Jazz und elektronische Musik zu ihren Spielwiesen. Doch bei "Evolution" geht es um einfache Melodien die an unsere Sinnlichkeit, an unser Menschsein appellieren und durch ihre Schlichtheit Räume öffnen. Seit zehn Jahren stehen sie zusammen auf der Bühne. Und jetzt: „Four Chords and the Truth“? Nein. Aber vielleicht „Twisted Jazzcore Ballades“, denn es sind tatsächlich Balladen, die Andreas Schaerer, Kalle Kalima und Essi Kalima geschrieben haben. Es geht um Selbstoptimierung, wie in “Multitasking”, um Obessionen, wie in „Piercing Love“, um Science-Fiction-Träume und natürlich auch um Liebe und Verlust.

Musikalisch wagen die Zwei dabei viel. Bisher hat Schaerer vor allem mit Lauten gemalt, jetzt will er eigenen Inhalten mit seiner Stimme Gewicht verleihen. Und Kalima steuert statt schwindelerregender technischer Höhenflüge nun Gefühlstiefe an. Zusammen mit dem kongenialen Björn Meyer am Bass nehmen beide für dieses Projekt kurzzeitig Abschied von der Perfektion und von der Überholspur und kehren ihr Innerstes nach außen.




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